Aufschlag nur nach Punktverlust? Schon erste Tests!
Ovtcharov schlägt für Orenburg auf - und zurück. (@ Roscher)
Nach Angaben des Weltverbands ITTF haben die Letten einen entsprechenden Antrag erstmals bereits vor zehn Jahren bei der ITTF-Generalversammlung gestellt, die bei der Weltmeisterschaft im japanischen Osaka zusammenkam. Dieser Vorstoß fiel aber in die Ära der kürzeren Sätze bis elf und des größeren Balls (40 Millimeter) und hatte damals keine Chance.
Doch die Letten ließen nicht locker. 2007 bei der WM in Zagreb (Kroatien) standen sie ebenso wieder auf der Matte wie in diesem Jahr im holländischen Rotterdam. Und beim dritten Anlauf verbuchten sie immerhin einen Etappensieg: Das Regelkomitee der ITTF und das Komitee der Schiedsrichter ließen sich immerhin darauf ein, den lettischen Vorschlag in der Praxis auszuprobieren. Bei den Baltischen Meisterschaften war es jetzt so weit.
„Als wir die Regel zum ersten Mal angewendet haben, waren viele Spieler nicht darauf vorbereitet. Deshalb waren viele von ihnen gegen eine solche Änderung“, schildert Egils Purinsh. Der Lette hat seit 1984 als internationaler Schiedsrichter gearbeitet und war bereits mehrfach Delegierter seines Landes bei der ITTF-Generalversammlung.
Für eine abschließende Bewertung ist es für ihn zu früh. „Ich denke, dass es nötig ist, solche Dinge weiter zu testen, diskutieren und den Spielern zu erklären, warum solche Änderungen vorgeschlagen worden sind.“
Revolutionär wäre eine solche Änderung allemal, auch weil ein Spieler enge Sätze, wenn es erst mal 9:9 steht, niemals bei eigenem Aufschlag gewinnen kann – das gilt natürlich auch für den Entscheidungssatz.
(René Adler/ITTF)








